Newsletter No.2

Servus, Grüezi und Hallo, liebe Kommilitonen!
Der Sommer (oder so etwas ähnliches) ist da, und mit ihm auch unser zweiter Newsletter. Es tut sich einiges an unserer Universität, und wir wissen vor lauter Arbeit gar nicht mehr, wo uns der Kopf steht. Aber damit wenigstens ihr einen kleinen Überblick bekommt, haben wir euch hier eine Auswahl an Themen zusammengestellt. Und nicht vergessen: am 1. und 2. Juli sind Wahlen zum Senat und zu den großen Fakultätsräten. Also: Wählen gehen!

Viel Spaß beim Lesen, euer AK Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Hochschulwahlen

Am 1. und 2. Juli finden die Wahlen für den Senat und die Fakultätsräte statt. In den Fakultätsräten geht es um Dinge wie Studienpläne, Berufungen und Prüfungsordnungen. Der Senat kümmert sich um uniweite Angelegenheiten wie den Haushalt der Uni, die Bibliothek und andere zentrale Einrichtungen.
Unsere Spitzenkandidaten für den Senat sind: Philipp Donn Tobias Bunk Timo Wingender Verena Huttenlau Sie stellen sich auf www.faveve.uni-stuttgart.de näher vor.
Mit Deiner Stimme kannst Du mitentscheiden, wie die Interessen der Studierenden vertreten werden. Durch Deine Teilnahme an der Wahl - und damit einer hohen Wahlbeteiligung - gibst Du den Argumenten der studentischen Mitglieder in Senat und Fakultätsrat mehr Gewicht.

Sophie Wittgenstein, das neue studentische Mitglied des Universitätsrates

Der Universitätsrat trägt die Verantwortung für die Entwicklung der Universität und schlägt Maßnahmen vor, die der Erhöhung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit dienen. Er ist vergleichbar mit dem Aufsichtsrat bei Unternehmen. Er besteht aus 13 Mitgliedern: zwei Vorsitzende, vier universitätsinterne Mitglieder und sechs universitätsexterne Mitglieder aus der Wirtschaft sowie einem Studierenden. Diesen Posten wird ab Oktober Sophie für uns übernehmen. Da sie als einzige Studierende im Unirat sitzt, hat sie eine verantwortungsvolle Aufgabe für alle Studierende übernommen. Sophie studiert im vierten Semester Philosophie/Ethik und Germanistik auf Lehramt. Durch ihre offene und frische Art, ihr Engagement sowie ihre Kenntnisse und Erfahrungen aus dem großen Fakultätsrat der Fakultät 9 und als stellvertretende FaVeVe-Sitzungsleiterin ist sie für diese zweifellos anspruchsvolle Arbeit bestens geeignet. Wer sie kennenlernen und sich selbst von ihr überzeugen lassen möchte trifft sie dienstags Abends in der FaVeVe-Sitzung in Vaihingen oder im Getümmel in der Stadtmitte. Weiteres zum UniRat findet ihr unter: http://www.uni-stuttgart.de/ueberblick/organisation/organe/#unirat

r Vergabe von Studiengebühren

Mitte Dezember letzten Jahres wurden zum zweiten Mal in der Geschichte der Universität die 3,5 Millionen Euro Studiengebühren verteilt. 400.000 Euro davon versumpfen immer noch in der Verwaltung - die genaue Verwendung wurde uns erst einige Monate später mitgeteilt.
Vom Rest geht der größere Teil direkt an die Studiengänge und ca. 30% werden zentral für studiengangsübergreifende Projekte vergeben. Wohin, an wen und für was, das wurde auf einer 10 stündigen Mammutsitzung des Senatsausschusses für Lehre beschlossen.
Auch die tapferen Vertreter der FaVeVe waren dabei. Einerseits konnten wir dafür sorgen, dass einige gute Projekte mit Studiengebühren gefördert werden, andererseits konnten wir manche Sünden leider nicht verhindern.
Zufrieden sind wir zum Beispiel mit den längeren Öffnungszeiten der Bibliothek, Geld für mehr Bücher und die Anschaffung diverser neuer Software-Lizenzen (z.B. MSDNAA, genaueres unter www.rus.uni-stuttgart.de/studium/software.html), die den Studierenden zur Verfügung stehen.
Besonders unglücklich sind wir über die Anschaffung einer Abgasmessanlage und eines 3D-Druckers, die insgesamt 170.000 Euro kosten werden. Beides wird unserer Meinung nach nur einer sehr kleinen Gruppe von Studierenden nutzen und rechtfertigt deshalb nicht die Anschaffung aus zentralen Mitteln zu diesem Preis.
Mit Freude verkünden wir, dass wir den Antrag des Rechenzentrums, einen Auftritt der Uni Stuttgart in Second Life zu realisieren, der uns unschlagbar günstige 90.000 Euro gekostet hätte, verhindern konnten.

Klage gegen Studiengebühren zeigt Wirkung

Bereits im Januar diesen Jahres hatte Wissenschaftsminister Frankenberg einen teuren Brocken für die Rektoren im Gepäck: Um den Zins des Studiengebührendarlehens der L-Bank langfristig zu senken, werden Verwaltungsaufgaben an den direkt von den Universitäten finanzierten Studienfonds übertragen, um so ein Ansteigen der Zinsen durch den hohen Prüfaufwand bei der L-Bank zu verhindern. Dies wurde explizit damit begründet, dass ein zu hoher Zins bei den anstehenden Verhandlungen nicht mehr als "sozialverträglich" verteidigt werden könne! Die Klage hat also ohne Verhandlungen dafür gesorgt, dass die Zinsen nicht über 8% gestiegen sind, was nach Angaben des Wissenschaftsministers eine sozialverträgliche Obergrenze darstelle. Tausende anhängige Klagen führten also dazu, dass ab Mai 2008 eine Zins-Obergrenze von 5,5% festgeschrieben ist. Und das, obwohl das Verwaltungsgericht in Stuttgart noch immer auf endgültige Entscheidungen anderer Gerichte wartet, bevor mit der Verhandlung überhaupt begonnen wird.

Bei Fragen, Anregungen und Lust zum Mitmachen Mail an ak-oeffentlichkeitsarbeit@faveve.uni-stuttgart.de
Der AK Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ist ein AK der FaVeVe - Studierendenvertretung an der Universität Stuttgart